28. August 2013, Tuen Hoang Ly

Responsive Design wird immer mehr zu einen der wichtigsten Faktoren im E-Mail Marketing.

Mittlerweile häufen sich die Zahlen, dass E-Mails immer mehr mit dem Smartphone geöffnet werden.
  • Yesmail Interactive beziffert hier die Kennzahl mit aktuell 36 %.
  • 44 % der Deutschen haben aktuell ein Smartphone (Internet World, November 2012)
  • Menschen lesen aktuell  E-Mails eher auf einem mobilen Gerät anstelle über ein Desktop- basiertes E-Mail-Programm oder über Webmail. Untersuchungen zufolge sind 38% aller E- Mails auf einem mobilen Gerät geöffnet, 33% auf einem Desktop-und 29% in Webmail. –   (Litmus, Oktober 2012)
  • In der Altersgruppe von 18 bis 24 Jahren ist die webbasierte E-Mail-Nutzung in den USA um 34% zurückgegangen, während sich die Nutzung der mobilbasierten Version um 32% erhöht hat. (Comscore, Februar 2012)

Was ist Responsive Design?

Was auf Webseiten Gang und Gäbe ist, wird nun durch die Verbreitung von Smartphone und Tablets weiter in den Mittelpunkt gebracht. Dabei wird ein Code abgelegt, der die maximale Breite abhängig von der Auflösung des Endgerätes festlegt. Dadurch wird gewährleistet, dass die verfügbare Breite optimal genutzt wird. Jedoch muss man klar zwischen Responsive Design im Web sowie in einer E-Mail unterscheiden. Es stehen noch lange nicht alle Werkzeuge zu Verfügung, die man im Web nutzen kann. Dadurch ist die Technik im E-Mail Marketing noch lange nicht ausgereift.

Welche Vorteile habe ich mit einer Mobiloptimierung?

  • Viel bessere Übersicht und Benutzerfreundlichkeit gegenüber einer normalen Mail
  • Kein Scrollen nötig, da die Breite des Bildschirms optimal genutzt wird
  • verschickst ein Template, das sich automatisch, je nach Endgerät, anpasst und optimiert dargestellt wird
  • Grafiken, Texte und auch Links werden skaliert und angepasst
  • Call-2-Action Buttons werden für die Mobilansicht neu gesetzt und optimiert
Dadurch ergeben sich natürlich höhere Öffnungszahlen sowie Klickzahlen bei mobilen Usern.

Was ist im E-Mail-Marketing aktuell möglich?

Derzeit werden Auflösungen abgefragt um die maximale Breite festzulegen. Leider hat es den Nachteil, dass diese Abfragen nicht überall funktionieren. Viele  aktuelle Smartphones verwenden eine Auflösung, die auch im Desktop PC Bereich gängig ist. So wird die Funktionalität nochmals beim Endkunden erschwert. [caption id="attachment_2882" align="aligncenter" width="300"](Foto: Tuyen Hoang Ly, 19.06.2013 @Mailingtage in Nürnberg) (Foto: Tuyen Hoang Ly, 19.06.2013 @Mailingtage in Nürnberg)[/caption] Während Responsive Design gerade in der Apple Branche immer mehr den Standard erreicht, sieht es bei den anderen Betriebssystemen ganz anders aus. Google Android Nutzer verwenden laut Statistik zu 69 % einen Gmail Account und nutzen somit auch die Gmail App. Diese unterstützt leider nicht die Abfrage der Auflösungen (auch Media Queries genannt) und macht so eine Differenzierung nicht möglich. Hier gibt es Möglichkeit auf einen anderen E-Mailclient auszuweichen wie z.B. den K-9. Die Media Query Unterstützung bei Windows Phone ist aktuell auch sehr schlecht. Hier eine kleine Auflistung welche E-Mail Clients unter Android Media Queries unterstützen:

foto2

*Update: Seit dem neuestem Update von K-9 unterstützen diese nun auch Media Queries.

Was ist die aktuell optimale Lösung im Mobile Bereich?

Neben den aktuellen technischen Möglichkeiten sollte auch eine mobile Browser Ansicht im Newsletter angeboten werden. Dadurch hat man eine 100 % Lösung die auf allen mobilen Geräten funktioniert. Anders als in einer E-Mail hat man im Browserbereich viel mehr Möglichkeiten um einen Newsletter Responsive zu machen. Optimierung der E-Mail
  • Eine mobiloptimiere HTML Version anbieten
  • Vermeide zu lange Betreffzeilen, dies drückt den Content weiter runter im bereits kleinem Bildschirm
  • Benutze keine höhere Gesamtbreite als 640px. Besser wäre es eine kleinere Breite zu nehmen. Alte Android Handys oder Apple Geräte nutzen Auflösungen wie 320 oder 480px (vertikal, horizontal)
  • Beim Design sollte man eher zu einer einspaltigen, max. 2 spaltigen Lösung orientieren
  • Achte auf die E-Mail Größe. Bei einigen Clients wird ab einer gewissen Größe eine manuelle Aufforderung angezeigt, in der der Kunde nochmal bestätigen muss, dass der Content geladen werden soll
  • Achte auf den Abstand bei Links sowie Call-to-Action Buttons. Ein Finger erfasst ca. 45 Pixel, wenn dieser auf dem Bildschirm drückt Hier sollte darauf geachtet werden, dass ca. 10-15 Pixel Abstand gesetzt werden, um „Fehlklicks“ zu vermeiden
  • Optimalerweise sollte auch die Webseite, auf der der Kunde nach dem Klick landet, mobiloptimiert sein

Wann käme Responsive Design für mich in Frage?

Hier gibt es einige Faktoren, die man beachten sollte, wann man eine mobile Optimierung durchführen sollte:
  • Wie hoch ist die Anzahl der mobilen Öffner meiner Kunden?
  • Welche Endgeräte und welche Verteilung haben meine Endgeräte?
  • Android oder IOS Mehrheit?
  • Sind meine Webseiten auch mobiloptimiert?
  • Leidet die Benutzerfreundlichkeit meines aktuellen Templates auf Smartphones?
Je nachdem wie diese Punkte auf ihre aktuelle Kampagne zutreffen, kann man eine klare Abwägung machen, ob eine Mobil Optimierung für Sie in Frage kommt. Frag hier am Besten Deinen EMM Anbieter. Statistik Marktanteil E-Mail Clients (US basiert)  ]]>

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