Grundsätzlich ist das erlaubt, allerdings dürfen Adressdaten, die im Rahmen eines Gewinnspiels erhoben wurden, erst einmal nur für die Durchführung des Gewinnspiels verwendet werden. Ist das Gewinnspiel beendet und alle Gewinner informiert, müssen die Daten (ja, auch die der Gewinner) gelöscht oder hinreichend anonymisiert werden.

Wer die Daten, wie z.B. die E-Mail Adresse, über das Gewinnspiel hinaus verwenden möchte, z.B. um eine Werbe E-Mail zu verschicken, muss dafür vorab und gesondert die explizite Einwilligung eingeholt haben. Die Teilnahme an einem Gewinnspiel alleine ist keine Einwilligung in Werbe E-Mails. Fehlt eine separate und eindeutige Option zur Einwilligung, ist gar keine Einwilligung erteilt. Nicht zulässig ist es, die Einwilligung in die Gewinnspiel Teilnahmebedingungen hinein zu schreiben! Der Teilnehmer muss immer die Möglichkeit haben auch auf anderem Wege (also ohne Preisgabe seiner E-Mail Adresse) an dem Gewinnspiel teilzunehmen.

Praktisch sind bei jedem Gewinnspiel oder Preisausschreiben zwei Einverständniserklärungen einzuholen: erstens die Einwilligung am Gewinnspiel teilzunehmen und zweitens eine zusätzliche Einwilligung zur Verarbeitung der personenbezogenen Daten für darüber hinausgehende Werbung (dies ergibt sich aus § 7 Abs.2 Nr. 2 und 3 UWG).

Wenn man also rechtlich korrekt vorgehen möchte sollten die folgenden Punkte beachtet werden:

  • die Datenschutzerklärung zur werblichen Verwendung muss getrennt möglich sein
  • in diese Erklärung muss der User durch (aktives) Anklicken/Ankreuzen zustimmen

Sollen die Daten dann auch noch an Dritte weitergegeben werden, bedarf auch dies einer eindeutigen Zustimmung des Teilnehmers. Zusätzlich müssten Zweck und Empfänger der Daten genannt werden, z.B. ein Partnerunternehmen, dass die eigentliche Werbung verschicken möchte.

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